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Pressemitteilung Ministerium des Inneren, für Integration und Verkehr Rheinland Pfalz
Mainz, 06.07.2027
Bund bestätigt Vorzugsvariante für den Ausbau der B 10 zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein
Ein neuer Meilenstein für einen zentralen Abschnitt der B 10 ist erreicht: Der Bund hat die vom Land favorisierte Variante eines vierstreifigen Ausbaus auf der bestehenden Trasse zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein (beides Landkreis Südwestpfalz) bestätigt.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Dies ist ein wichtiger Schritt zum Ausbau der B 10, auf den die Region dringend wartet. Die Verkehrsbelastung ist hier heute schon sehr groß. Daher ist ein verkehrssicherer Ausbau der B 10 unverzichtbar. Jetzt kann das Land in die nächste Planungsphase einsteigen.“
Achim Schwickert, Landesminister des Innern, für Integration und Verkehr: „Mit der Bestätigung der Vorzugsvariante haben wir einen wichtigen Meilenstein für den Ausbau der B 10 erreicht. Das ist ein gutes Signal für die Menschen und Unternehmen in der Südwestpfalz. Jetzt gilt es, die weiteren Planungen zügig und mit der gebotenen Sorgfalt voranzubringen. Unser Ziel ist es, die Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit der Strecke nachhaltig zu verbessern und dabei die Belange von Mensch und Natur bestmöglich zu berücksichtigen.“
Nach der jetzt erfolgten Bestätigung des Bundes kann das Land nun die nächste Planungsstufe, den sogenannten Vorentwurf, einleiten. In dieser Phase wird die gewählte Trassenführung gegenüber der Vorplanung weiter konkretisiert und technisch vertieft ausgearbeitet. Der Vorentwurf bildet zugleich die wesentliche Grundlage für das anschließende Planfeststellungsverfahren.
Als eine zentrale West-Ost-Achse verbindet die B 10 die Rheinebene bei Landau mit dem Raum Pirmasens. Für den Streckenabschnitt zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein hatte die Auftragsverwaltung (Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz) die Vorplanung abgeschlossen und dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) als Vorzugsvariante den bestandsnahen Ausbau auf der bestehenden Trasse (Variante I) zur Zustimmung vorgelegt.
Hintergrund:
Im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen ist ein vierstreifiger Ausbau der Bundesstraße B 10 im Abschnitt zwischen Hinterweidenthal und Landau vorgesehen. Das Gesamtvorhaben gliedert sich in fünf Teilprojekte. Während sich der Abschnitt zwischen Landau und Godramstein bereits im Bau befindet, werden die übrigen vier Teilprojekte in unterschiedlichen Planungsphasen bearbeitet.
Im Rahmen der Vorplanung werden unterschiedliche Lösungsansätze zur Erreichung des Planungsziels systematisch untersucht und bewertet. Für den vorliegenden Abschnitt der Bundesstraße B 10 wurden drei Varianten vertieft betrachtet und im Zuge einer Variantenabwägung miteinander verglichen. In die Bewertung sind folgende Trassenalternativen eingeflossen:
· Variante I: Bestandstrasse (bestandsnaher Ausbau)
· Variante II: Bündelungstrasse (Kombination aus bestandsnahem Ausbau und einer im Mittelbereich südlich abgerückten Trasse)
· Variante III: Südtrasse (Neubau an der südlichen Talflanke)
Die Durchführung des Planungsprozesses erfolgt auf Grundlage der „Richtlinien zum Planungsprozess und für die einheitliche Gestaltung von Entwurfsunterlagen im Straßenbau (RE 2012)“. Diese legen sowohl die einzelnen Planungsschritte als auch die erforderlichen Abstimmungsprozesse zwischen den Auftragsverwaltungen und dem Bundministerium für Verkehr verbindlich fest.

