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Zur Radlerdemo am 08.07.2023

Zur Radler-Demo am 8.7.23 gegen den B10 Ausbau möchten wir einige Hintergrundinformationen öffentlich machen:

Initiator und hauptsächlicher Organisator dieser Demo ist Ulrich Mohr (Lehrer im Ruhestand und wohnhaft in Hochstadt), er bedient sich dabei des BUND in dessen Vorstand er ist. Mohr protestiert gegen ein Bauvorhaben, das es ohne ihn gar nicht gäbe. In den 1970er Jahren wurde von Westen kommend die A8 gebaut. Dazu wurde in ZW ein ganzes Stadtviertel abgerissen, mehr als 400 Menschen mussten umziehen. Diese Autobahn sollte natürlich nie in PS enden (welchen Sinn hätte das auch gemacht) sondern sollte durch den Wasgau nach KA zum Anschluss dort an die A8 gebaut werden. Damals hat Mohr Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt um den Bau dieser Autobahn durch den Wasgau zu verhindern. Als Ersatz hat ER damals vorgeschlagen, die B10 auszubauen um so die Lücke in der A8 zu schließen. Das wurde akzeptiert und der B10 Ausbau begann. Nachdem die Pläne für den Weiterbau der A8 endgültige beerdigt waren und der B10 Ausbau bis Münchweiler schon fertig war, kam Mohr wieder um die Ecke und ist seither Gegner des B10 Ausbau.

Sein Argument: die B10 flutet das Queichtal mit Verkehr. Das ist faktisch richtig, erlaubt muss aber die Frage  sein, wohin mit dem auf der A8 bis PS geführten Verkehr? Löst der sich in Luft auf? Das geht nicht. Also muss er irgendwie abgewickelt werden. Da die Strecke SB-KA über die B10 rund 40% kürzer ist, als über die A6, oder andere Strecken, nimmt das Gros der Verkehrsteilnehmer (auch der Schwerverkehr) die B10. Das war so, ist so und bleibt so. Die logische Lösung dieses Verkehrsproblems ist ein Ausbau der B10. Damit wird nicht nur ein Engpass beseitigt, sondern die Anlieger bekommen einen Lärmschutz, die Tiere Wildbrücken, für die Verkehrsteilnehmer steigt die Sicherheit und Energieverbrauch sowie Emissionen werden gesenkt. Warum also dagegen protestieren?